Fünf Punkte Rückstand sind es wieder auf den Tabellendritten VfB Stuttgart, nur noch einen Zähler Abstand auf den Fünften aus Leipzig: Borussia Dortmund steht vor dem Heimspiel am Sonntag (17:30 Uhr) gegen die TSG Hoffenheim weiter unter Zugzwang – und will liefern.

Auch wenn Edin Terzic es nicht direkt sagte: Die Mannschaft soll anknüpfen an die sehr überzeugende Leistung beim klaren Heimsieg vor zwei Wochen gegen den Sportclub Freiburg: „Nach zwei Unentschieden auswärts müssen wir wieder drei Punkte einfahren. Das ist der Auftrag!“

Der Gegner hat seit Mitte Dezember nicht mehr gewonnen. Vier Niederlagen und vier Unentschieden gab es seitdem. Aber: „In ganz vielen Spielen waren sie nah dran, ihre Spiele zu gewinnen“, betonte Terzic. 2:3, 1:1, 2:2, 1:1 und 0:1 lauteten die jüngsten fünf Resultate des Tabellenneunten. „Sie haben besonders in der Offensive extrem torgefährliche Spieler“, ergänzte der Coach und erinnerte an Andrej Kramaric, „der oft und gerne gegen den BVB getroffen hat in der Vergangenheit“. Neunmal insgesamt in 13 Partien, um genau zu sein.

Auch die beiden vorangegangenen direkten Duelle waren – wie meist zwischen beiden Klubs – knapp. Im Hinspiel sorgte Julian Ryerson in den Schlusssekunden mit einer Energieleistung für die Entscheidung zum 3:1, im DFB-Pokal setzte sich der BVB dank eines Treffers von Marco Reus knapp, aber hochverdient nach guter Leistung mit 1:0 durch. Da agierte Schwarzgelb in einer 4-3-3-Systematik mit zwei sehr offensiven Achtern. Terzic vielsagend: „Das ist immer eine Option. In dem Spiel hat es super funktioniert. Wir werden uns das gut überlegen, wie wir in das Spiel hereingehen.“

Gegen die TSG Hoffenheim steht der wie schon in Eindhoven gewohnt zuverlässig haltende Alexander Meyer im BVB-Tor. Denn: „Gregor Kobel wird definitiv ausfallen“, verriet Edin Terzic auf der Pressekonferenz. Der Zusammenprall mit einem Stürmer des VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende wirkt nach. „Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt“, so Terzic, der das Vertrauen der Mannschaft in Meyer unterstrich: „Alex ist immer sofort da. Er strahlt extrem viel Ruhe aus.“

Bei Niklas Süle, der am Dienstag kurz vor dem Anpfiff passen musste, hofft Terzic, dass der Infekt so schnell verschwindet, wie er gekommen war: „Er ist noch nicht bei 100 Prozent, aber wir haben eine Resthoffnung fürs Wochenende.“ Für das Heimspiel am Sonntag um 17:30 Uhr gegen die TSG Hoffenheim kündigte der Cheftrainer die Rückkehr von Karim Adeyemi an: in den Kader, nicht in die Startelf: „Karim hat die ganze Woche genutzt und mit uns trainiert. Er ist aber eher ein Kandidat für den Kader als für die Startelf. Denn die Ausfallzeit war sehr, sehr lang. Wir wollen auch vorsichtig sein.“ Besser stehen die Vorzeichen für Jadon Sancho. „Es war seine erste englische Woche“, so Terzic, „und er fühlt sich ganz gut. Wir gehen davon aus, dass er hundertprozentig einsatzfähig ist.“

Weiterhin verzichten muss der Trainer auf Sébastien Haller und auf Felix Nmecha: „Aber hier gibt es erfreuliche Neuigkeiten. Wir gehen davon aus, dass er Anfang der kommenden Woche wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann.“
Boris Rupert